Geschwister-Scholl-Preis 2019 | Header | Dieter Reiter, Yasemin Çongar, Michael Then
Geschwister-Scholl-Preis 2019 | Header | Rede Yasemin Çongar 2
Geschwister-Scholl-Preis 2019 | Header | Then Congar Biebl
Geschwister-Scholl-Preis 2019 | Header | Pressegespräch
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Saal
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Preisübergabe
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Dankesrede Götz Aly
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Empfang
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Pressegespräch
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Patrick Bahners
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Dieter Reiter
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Dieter Reiter, Götz Aly, Michael Then
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Verleihung
Geschwister Scholl Preis | 2017 | Hisham Matar
Geschwister Scholl Preis | 2017 | Preisverleihung
Geschwister Scholl Preis | 2016 | Hans-Georg Küppers, Garance Le Caisne, Michael Then
Geschwister Scholl Preis | 2016 | Preisverleihung

Der Geschwister Scholl Preis

Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, jährlich ein Buch jüngeren Datums auszuzeichnen, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. Der Preis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Landesverband Bayern e.V. gemeinsam mit der Landeshauptstadt München vergeben.

 

Die Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 2021 wurde auf den 9. Mai 2022 verschoben.

Der Preisträger 2021

Aus dem Englischen von Christoph Schuler
Edition Moderne, 2020
256 Seiten, 25 Euro, ISBN: 978-3-03731-198-1

Für sein Buch »Wir gehören dem Land« (Edition Moderne) wird Joe Sacco mit dem 42. Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet.

Jurybegründung:

„Von München, New York, Montreal oder Portland (Oregon) aus gesehen leben die Dene am Ende der Welt, in bis heute kaum mit Straßen erschlossenen Gegenden der Nordwest-Territorien Kanadas. Die Dene selbst sehen sich mitten in einer Welt leben, von der sie sich nicht abgrenzen, wenn sie dazu nicht gezwungen werden. Das zeigt schon ihr Name: Dene heißt einfach Volk. Der deutsche Titel von Joe Saccos Buch bringt ihre Weltsicht auf eine Formel, die wie ein Bekenntnis aussieht, aber für die Dene eine Selbstverständlichkeit ausdrückt: ‚Wir gehören dem Land‘. Diese Ansicht ist das Gegenteil des Besitzindividualismus, mit dem die weißen Europäer und ihre Abkömmlinge in Übersee seit Jahrhunderten rechtfertigen, dass sie ihren Einflussbereich über die gesamte Erdoberfläche ausdehnen und die von ihnen vorgefundenen Völker zur Anpassung nötigen oder verdrängen. Das durch Bearbeitung des Landes geschaffene Privateigentum macht zu seinem Schutz die Aufteilung der Welt in Staaten notwendig: So hat der englische Philosoph John Locke den Kolonialismus begründet. In der Sicht der Dene kehrt diese Lizenz zur Ausbeutung und Privatisierung die natürlichen Verhältnisse um. Um sich und ihre Kinder so zu versorgen, wie sie es von ihren Vorfahren gelernt haben, sind sie auf Zusammenarbeit angewiesen, mit dem Land und miteinander. Man entnimmt dem Land, was man zum Leben braucht, und muss ihm dafür etwas zurückzahlen. So sagt es Saccos Originaltitel: ‚Paying the Land‘.

Vollständige Jurybegründung

Die Preisträger von 1980 bis 2021