Geschwister Scholl Preis | 2018 | Saal
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Preisübergabe
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Dankesrede Götz Aly
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Verleihung
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Empfang
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Pressegespräch
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Patrick Bahners
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Dieter Reiter
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Dieter Reiter, Götz Aly, Michael Then
Geschwister Scholl Preis | 2018 | Verleihung
Geschwister Scholl Preis | 2017 | Hisham Matar
Geschwister Scholl Preis | 2017 | Preisverleihung
Geschwister Scholl Preis | 2016 | Hans-Georg Küppers, Garance Le Caisne, Michael Then
Geschwister Scholl Preis | 2016 | Preisverleihung

Der Geschwister Scholl Preis

Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, jährlich ein Buch jüngeren Datums auszuzeichnen, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. Der Preis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Landesverband Bayern e.V. gemeinsam mit der Landeshauptstadt München vergeben.

Die Verleihung des Preises findet im Rahmen des Literaturfests München (13. November - 1. Dezember 2019) am Montag, 25. November 2019, in der großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München statt (geschlossene Veranstaltung). Eine öffentliche Lesung ist für Dienstag, 26. November 2019, in der Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldstr. 45, geplant.

Der Preisträger 2019

Ahmet Altan | Ich werde die Welt nie wiedersehen

Aus dem Türkischen von Ute Birgi-Knellessen
S. Fischer
Frankfurt am Main 2018
176 S., 12 Euro
ISBN 978-3-10-397425-6

Für sein Buch «Ich werde die Welt nie wiedersehen. Texte aus dem Gefängnis» (S. Fischer) wird Ahmet Altan mit dem 40. Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet.

In der Jury-Begründung heißt es: Ahmet Altans Texte zeigen auf eine ruhige, klare Weise, wie es im Augenblick um die Türkei bestellt ist. Vor allem aber zeugen die Berichte von einer großen Standhaftigkeit, vom Entschluss, trotz allen Entbehrungen stärker zu sein als die Vernehmer, Ankläger und Richter. In der Situation größter Unfreiheit behauptet Ahmet Altan auf eine bewegende und mutige Weise seine innere Freiheit. Die Texte, geschrieben immer wieder auch im Dialog mit der Weltliteratur, sind ein Dokument des Widerstehens und der geistigen Unabhängigkeit. Nach der Urteilsverkündung, beschließt er, er werde kämpfen wie Odysseus. Und er erklärt, mit der Zaubermacht des Schriftstellers könne er mühelos auch durch die Wände des Gefängnisses gehen.

Die Literatur ist am Ende stärker als alle Willkürjustiz, als jede Despotie. Ahmet Altans Buch 'Ich werde die Welt nie wiedersehen' erinnert uns, die wir in Freiheit leben, an seine Stimme. Es mahnt uns darüber hinaus aber auch dazu, all die Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, die wie der Schriftsteller, in Haft sitzen, weil sie mundtot gemacht werden sollen. Ahmet Altan spricht für alle die, die für die Wahrheit eintreten und die Freiheit verteidigen, gerade unter schwierigsten Bedingungen. Auf diese Weise verteidigt er selbst die Freiheit und erinnert an das Vermächtnis der Geschwister Scholl.

Vollständige Jury-Begründung

Die Preisträger von 1980 bis 2019